Archiv der Kategorie: Mannschaft

Berichte über die Mannschaftskämpfe

Saison 2015/16 in den Startlöchern

So langsam werden die Konturen für die Bezirksliga B Ost sichtbar: Mit neun Mannschaften in der Liga gibt es eine Mannschaft mehr als in den vergangenen Jahren: Segeberg meldet auch in unserer Bezirksliga B eine Mannschaft. Travemünde wird mit der ersten Mannschaft nur noch in unserer Bezirksliga starten. Es gibt also einige Veränderungen, mal sehen wie nach dem Meldeschluß und der Auslosung Anfang September das endgültige Bild aussehen wird.

Bisher haben erst wenige Mannschaften ihre Aufstellungen online gestellt, bis Ende August ist ja noch etwas Zeit.

Erfreulich scheint jedenfalls, dass die Bezirksliga B Ost durch eine ausreichende Zahl Mannschaften lebensfähig bleibt.

Nachtrag vom 21.08: Wolfgang hat heute unsere Aufstellung für die neue Saison bei der SVSH-Seite eingegeben.

Übersicht Bezirksliga B Ost beim SVSH

SC Fehmarn beim Landespokal am Start

Am 9. Mai fand in Bad Segeberg die erste Runde des Landespokals für Vierermannschaften statt. Mit unserer Teilnahme haben wir eine Premiere gefeiert, denn bisher hat unser Verein noch nie teilgenommen. In den nachfolgenden Zeilen soll berichtet werden, wie wir uns (Zalmay, Peter, Karsten und Jan) dabei präsentiert haben.

Am Samstag waren dann 23 Mannschaften in Segeberg am Start. Die Bandbreite war dabei ziemlich groß: Von Vereinen aus der 2. Bundesliga bis zu Nachwuchsteams mit noch ganz jungen Schachspielern war alles vertreten.

Mit unserem Mittelplatz in der abgelaufenen Bezirksligasaison waren wir nicht als einer der Favoriten bei der Auslosung bekannt, die Landesspielleiter Heiko Spaan  pünktlich um 11 Uhr  vornahm.

Das Losglück war nicht auf unserer Seite, denn mit den Schachfreunden aus Bad Schwartau wurde uns eine Mannschaft aus der Landesliga zugelost, und die antretenden Spieler unseres Gegners waren auch alle aktive Spieler aus dem Landesligakader. An allen Brettern waren unsere Gegner nach Wertung  deutlich überlegen.

Dähnepokal
Schwartau linke Seite : F. Müller, C. Simon, O.Hausherr Fehmarn rechte Seite : Z. Razmy, P. Höper, K. Lafrentz an den Brettern 2-4

 

Das Endergebnis fiel dann mit 0,5 : 3,5 auch entsprechend hoch aus. Es wäre auch leicht übertrieben, wenn ich besseres Ergebnis für uns im Nachhinein herbeireden wollte. Allerdings hat insbesondere Peter (bei seinem Debüt als aktiver Vereinsspieler) eine sehr ordentliche Partie an Brett 3 abgeliefert. Fast wäre er der „spanischen Folter“ mit andauernder Initiative seines Gegners entkommen und hätte mehr erreicht. Wegen der laufenden eigenen Partie konnte ich nicht länger bei den anderen Brettern kiebitzen. Die Analyse wird zeigen, ob der erste Eindruck zu Peters Partie sich bestätigen wird.

Zalmay hatte am zweiten Brett ähnliche Probleme wie Peter am dritten Brett. Die gegnerische Initiatve wuchs aber stetig an, dann gab es auch langsam Zinsen in Form von gewonnenen Bauern für seinen Gegner. Nach tapferer Gegenwehr  (und weil der Gegner alle Fäden in der Hand behalten konnte) musste Zalmay die Partie dann doch aufgeben.

Karsten hat am vierten Brett aus seinem Anzugsvorteil nicht viel machen können. Einige Zeit stand die Partie noch recht ausgeglichen, dann hat Schwarz auf dem Königsflügel einen ziemlich starken Angriff führen können.  Diesen Angriff konnte Karsten nicht mehr abwehren, und weil sein Gegner mit „taktischen Tricks“ entscheidend Material gewinnen konnte, musste Karsten aufgeben.

Es sei aber nochmal erwäht, dass alle unsere Gegner an den Brettern 2 bis 4 aus der „Preisklasse um und über DWZ 1900“  kommen, daher waren die gezeigten Partien „anständig“.

Mit Thomas Schmid habe ich am ersten Brett „natürlich“  auch den Spitzenspieler aus Schwartau als Gegner bekommen. Da besteht dann auch „schnell mal“ eine DWZ-Differenz von 200 Punkten. Nach zurückhaltender Eröffnungsbehandlung von beiden Seiten (und einer sehr zurückhaltenden Behandlung der Frage des Feldes e5 im frühen Mittelspiel von Weiß) hatte ich Probleme im Zentrum, wo Schwarz  deutliches Übergewicht bekam. Gewisse Kompensation hatte ich durch Angriffschanchen auf dem Königsflügel. Thomas war vorsichtig, weil er seinen König von g8 weg bis d6 und später bis b6 zog. Mit einiger Mühe und unter Betrachtung der Frage, ob der König auf d6 denn nun „richtig“ steht, konnte ich die schwarze Bauernstellung im Zentrum festlegen und blockieren.

T. Schmid
Schwartaus Spitzenspieler Thomas Schmid an Brett 1

Danach habe ich ziemlich ungeniert auf Remis gespielt, die Stellung wurde abgeriegelt. Jegliche Aktivität auf beiden Seiten hätte nur ein Spiel auf Verlust bedeutet. Nach ziemlich genau vier Stunden waren dann alle Partien zu Ende. Mit 0,5 : 3,5 sind wir also in der ersten Runde ausgeschieden. Alle Ergebnisse der ersten Runde im Landespokal stehen auf der SVSH-Seite.

Die Stimmung auf der Rückfahrt war trotzdem gut. Alle Spieler haben den schachlichen Ausflug in höhere Spielklassen und die Turnieratmosphäre  direkt genossen. Insofern war die Teilnahme eine interne Werbeveranstaltung für aktive Turnierteilnahme, was auf längere Sicht viel mehr als das reine Endergebnis bedeuten kann.

Saisonausklang in der Bezirksliga am 20. März

In Bad Schwartau treten wir am 20. März zum letzten Auswärtsspiel der Saison 2014/15 an.

Endlich (und fast nicht zu glauben) geht es in diesem Match  mal nicht um das Tabellenende. In Schwartau spielt der Drittplatzierte gegen den Viertplatzierten der Tabelle in der Bezirksliga B.

Allerdings ist es nach unten ziemlich eng in der Tabelle, mit einer Niederlage wären wir sehr wahrscheinlich wieder ganz unten drin.

Im Moment steht Lübeck ganz oben, sind auch schon Meister, Reinfeld ist schon sicher Vizemeister. Der Abstand ist schon vor der letzten Runde zu deutlich.

Wir könnten also mit einem Sieg im letzten Spiel eine ziemlich „bescheidene“ Saison noch unerwartet aufpolieren. Uns sollte dann trotzdem klar sein, dass wir auch bei einem Sieg nur von den „abgeschlagenen Mannschaften“   in der Ligatabelle noch der „beste“ Verfolger werden könnten. Die ersten beiden Mannschaften marschieren vorne weg, wenn wir uns mit unserem sehr begrenzten Kader dann irgendwo vorne in dem nachfolgenden Teld einsortieren könnten, wäre das sicher schon eine kleine Überraschung.

Klar ist aber auch, dass wir in Schwartau noch längst nicht gewonnen haben und leicht wird es wahrscheinlich nicht werden. Trotzdem macht das mehr Laune, wenn die Vorzeichen mal etwas anders aussehen.

 

 

Hohe Niederlage in Kücknitz

Beim Auswärtsspiel in Kücknitz am 13. Februar konnten wir nicht überzeugen: Mit einer hohen 4,5 : 1,5 Niederlage ging es wieder auf die Heimreise. Nur Günther und Jan konnten Punktgewinne mit auf die Insel nehmen. Insgesamt hätten wir uns nach der „Papierform“ schon mehr ausgerechnet.

Der Verlauf war aber eindeutig und zu keiner Zeit war an einen Punktgewinn oder Sieg zu denken.

Thomas wurde an Brett 2  in einer von Schachfreund Boldt strategisch stark geführten Partie lange unter Druck gesetzt. Trotz ideenreicher Verteidigung waren die Schwächen auf dem Damenflügel so groß, dass die Stellung dann nach einem taktischen Fehler zusammengebrochen ist. Wie es halt häufig so passiert, wenn die dauerhafte Verteidigung an den Kräften zehrt und Fallen oder Fehler überall lauern.

Zalmay hatte gegen Gültzow an Brett 3 einen sehr wechselvollen Partieverlauf vorzuweisen. Zalmay kam zu einem ganz brauchbaren Königsangriff auf die gegnerische Stellung, der aber durch Abtausch der angreifenden Figuren ziemlich abgewehrt wurde. Das im weiteren Verlauf entstehende Endspiel mit jeweils Turm/Springer bot Zalmay zunächst noch taktische Chancen, die aber mit einer schlechten Bauernstruktur „erkauft“ wurden. Es blieben die Schwächen übrig und „irgendwie“ hat SF Gültzow gewonnen. Ich kann es wegen der eigenen Zeitnotphase nicht näher berichten, außer dass vom Kampfverlauf her Zalmay auf „Gewinn“ spielen musste, was dann (wie sooft) zum Gegenteil führte. Mein Eindruck war, dass ein Remis für Zalmay bei zurückhaltendem Spiel sicher drin gewesen wäre. Ein Opfer der Umstände…

Karsten hat bei einer wüsten Tausch- und Schlagzugfolge unterwegs im frühen Mittelspiel einen Bauern verloren. Die Stellung gab auch keinerlei Kompensation her, die war leider ziemlich schlecht. Eine lange Partie zog sich noch hin, wobei Karsten im Verlauf keine Chance auf „Wiedergutmachung“ bekam. Nach Figurenverlust im Endspiel war es dann endgültig vorbei.

Wolfgang musste eine Qualität abgeben, ohne jede Kompensation. Die Verteidigung war beschwerlich, deshalb reichte es nicht zur Zeitkontrolle und der Gegner konnte durch Zeitüberschreitung seinen Punkt verbuchen.

Günthers Partie war interessant und für mich auch einfach zu beobachten, weil es das Brett gegenüber war.  Es ergab sich eine scharfe Stellung mit Rochaden auf entgegengesetzten Flügeln. Günther hat einige wichtige Tempi verloren und daher lag die Initiative voll beim Gegner, der einen heftigen Königsangriff vorführte.  Es ergaben sich einige Mattmotive und Opferwendungen in den Varianten, aber die ganz entscheidenden Linienöffnungen konnte Günther gerade so verhindern und die Verteidigung kostete in der Summe nur einen Bauern, was noch „preiswert“ war.  In dem entstandenen Endspiel versäumte der Gegner die Sicherung seines gewonnenen  Bauern. Dieser Bauer hätte als Freibauer Günthers Figuren schwer beschäftigt und durch Eindringen über eine offene Turmlinie hätte Weiß dann entscheidenden Vorteil erreichen können. Zum Glück für Günther kam es nicht zu dieser Fortsetzung. Im Endspiel gab es auf beiden Seiten noch einige Ungenauigkeiten, letztlich war aber das Unentschieden ziemlich „verdient“.

Meine Partie an Brett 1 war die längste des Abends und es gab auf beiden Seiten leiche Zeitnot zur Zeitkontrolle.

Ich hatte etwas Glück, dass SF Hinz in der Holländischen Partie sich nicht zum thematischen Angriff auf dem Königsflügel durchringen konnte. Meine Figuren standen taktisch etwas verdächtig da herum, was  aber durch die zögerliche Fortsetzung von Schwarz sich  nicht auswirkte. Nach einigem Umgruppieren und der wichtigsten Frage des Abends: Drei potentielle Linien und Standorte für die Türme und nur zwei Türme, also was wohin? kam es zur Öffnung des Zentrums und Weiß konnte ziemlich unverdient Vorteil erzielen. Unverdient deshalb, weil die vermeintliche Hauptvariante eine ganz nettes Loch hatte, was aber beide Spieler wohl erst in der heimischen Nachbetrachtung gesehen haben. So haben beide Spieler der Stellung „geglaubt“ und Schwarz hat dann noch eine zusätzliche Verteidigungsmöglichkeit zwei Züge später  übersehen, die thematisch der Hauptvariante ähnlich, ihm leicht Ausgleich ermöglicht hätte.

So gab es einen Bauerngewinn für Weiß mit komfortablem Stellungsvorteil. Es gab einige technische Hürden zu überwinden und zu vermeiden, dass Schwarz zu Gegenspiel kommen konnte. Das konnte ich verhindern und direkt nach der Zeitkontrolle war die Stellung eindeutig.

PS: Die Frage nach den Turmstandorten hatte ich allerdings schön falsch beantwortet. Der Hauptgewinn war nicht der Partiezug Tfd1, sondern Tfe1, oder wenn schon Tad1. Es kam doch auf die e-Linie und nicht so sehr auf die d-Linie an. Jaja, hinterher ist man immer schlauer.

So sind wir also nach dem Kampfverlauf völlig verdient mit einer 4,5: 1,5 Niederlage abgefertigt worden. Vor dem Kampf hätte ich nach der reinen DWZ-Betrachtung mit einem besseren Ergebnis für uns gerechnet.

Durch diese Niederlage bleibt der SC Fehmarn am Tabellenende kleben.

Auswärtsspiel in Kücknitz auf den 13. Februar verlegt

Dank des Entgegenkommens der Kücknitzer Schachfreunde können wir das Auswärtsspiel vom 6. Februar auf den 13. Februar verschieben.

Am 6. Februar wäre es aus dienstlichen und privaten Gründen bei unseren Mannschaftsmitgliedern wirklich „saueng“ geworden.

Unser Dank geht nach Kücknitz und wir sehen uns dann am Freitag, den 13., da sind wir jetzt mal alle nicht abergläubig.

Das Schachjahr 2015 beginnt mit einem Kellerduell

In der Bezirksklasse ist die Winterpause jetzt auch vorbei.  Am 22. Januar empfangen wir zum Heimspiel die Schachfreunde von Travemünde II.

Die Tabelle gibt das Motto für die Paarung vor:  Letzter gegen Vorletzter.

(Wäre ich nun Trainer bei einer Profimannschaft, die hinter luftgefüllten Lederkugeln herrennt, dann würde ich jetzt den „Kampf bis zum Umfallen“ & „Das sind wir den treuen Fans schuldig!“ & „Ein Abstieg wäre für die Region eine Katastrophe!“ oder „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel!“  bemühen müssen.)

In der schlichten Realität wird´s wohl hoffentlich wieder eine nette Begegnung mit den Travemünder Schachfreunden, wo es „nebenbei“ halt auch um zwei(!) Punkte geht.

Info vom Management: Die treuen Fans haben zu der Schicksalsbegegnung freien Eintritt!  Die Mannschaft braucht Euch jetzt! Es gibt noch wenige Restkarten.

Die Mannschaft wird alles geben, aus der Kabine kommt die Meldung, dass die Spieler jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken werden. Da sind wir aber mal froh drüber, das hätte ja auch böse ausgehen können.

Anpfiff ist um 19 Uhr 30