Saison 2017/18 : SC Fehmarn in der Bezirksliga wieder dabei

Auch in der kommenden Spielzeit wollen wir wieder an den Mannschaftskämpfen in der Bezirksliga B Ost teilnehmen.

Nach  den bestenfalls durchwachsenen  Ergebnissen in der abgelaufenen Saison 2016/17 haben wir durch den Eintritt von zwei Schachfreunden in den Verein unseren Spielerkader etwas größer machen können.

Wir sind daher etwas zuversichtlicher, dass wir die Mannschaftskämpfe in der kommenden Saison mit jeweils kompletter Aufstellung bestreiten können, was in der vorigen Spielzeit nicht zufriedenstellend gelang.

Anfang Oktober beginnen die Vereinsmeisterschaften (Blitz, Schnellschach und Langpartien) im üblichen  Turniermodus, der über den Winter bis zum nächsten Sommer Zeit für die angesetzten Partien lässt.

Spielerfahrene Gäste und auch am Schach interessierte Neueinsteiger sind uns immer willkommen und können sich gerne ein Bild von unserem Spielabend am Donnerstag ab 20 Uhr machen und bei Interesse sehr gerne in die kommenden  Meisterschaften einsteigen.

Bei uns gibt es keine Sommerpause, wir freuen uns auf neue Gesichter und stehen für freie Partien oder ein spontanes Blitzturnier bereit.

Niederlage im Heimspiel gegen Eutin II

Die zweite Saisonhälfte hat am vierten Spieltag (9. Februar) mit einem Heimspiel gegen Eutin II begonnen. Eigentlich waren die Vorzeichen für uns ganz günstig: In den letzten Jahren haben wir gegen die Mannschaft von Eutin II immer gut ausgesehen und Punkte geholt. Außerdem sollten wir zum ersten Mal in dieser Spielzeit vollständig antreten können.

Die „Realität am Brett“ sah dann aber schnell anders aus: Mit einer verdienten 2:4 Niederlage und ohne Chancen auf einen Punkt kassierten wir eine Niederlage.

Die Eutiner hatten sich offenbar etwas vorgenommen, denn bei ihrer Mannschaftsaufstellung waren die vorderen Bretter auch mit den noch spielberechtigten Spitzenspielern besetzt.

Nach einer Stunde Spielzeit war noch nicht zu erkennen, wie der Kampf verlaufen sollte, nur von einem Sieg für Fehmarn konnten wir schon nicht mehr ausgehen:

Zalmay hatte trotz des Weißvorteils sich eine ziemlich passive Stellung an Brett 2 eingehandelt, die Altmeister Dombrowski sichtlich gefiel für seine eigenen Aussichten.

An Brett 3 hatte Karsten eine ziemlich schlechte Stellung auf dem Brett, mit rückständigem c-Bauern auf der offenen Linie und einem schlechten Läufer gegen einen aktiven Springer des Eutiners. Wegen des Drucks musste Karsten bald auch noch fast alle Schwerfiguren tauschen, wonach das Endspiel ganz schlecht sein würde.

An Brett 4 hatte Günther sich einen deutlichen Bedenkzeitvorteil erspielt, allerdings war die Stellung ziemlich im Gleichgewicht.

Die Bretter 4 und 5 beim Kampf gegen Eutin II

An Brett 5 war auch nicht viel los, wobei Wolfgang hier schon mehr Zeit investiert hat.

An Brett 6 hat Katja frühzeitig einen Bauern verloren, wobei die entstandene Stellung nicht als Kompensation dienen konnte.

An Brett 1 träumte ich noch von einem wilden Königsangriff auf die weiße Stellung, allerdings war die Einschätzung doch zu optimistisch. Nachteilig sollte sich ein positionelles Zugeständnis in Form eines Doppelbauern erweisen, das ich in Hoffnung auf eine weitere offene Linie und Angriff gemacht hatte. Die nachträgliche Analyse am Rechner zeigte aber nur einen ganz leichten Vorteil für Schwarz an, wobei dabei natürlich die psychologischen Aspekte der Angriffschancen unter menschlichen Spielern keine Berücksichtigung finden.

Brett 1 Fehmarn – Eutin II , noch mit Zuversicht auf einen Königsangriff

 

Nach etwa zwei Stunden Spielzeit ging es dann ziemlich schnell: Katja musste nach einem groben Fehler aufgeben und Zalmay war matt. Karsten stand auf Verlust. An den Brettern 4 und 5 hat sich an der Einschätzung seit dem letzten Rundgang nicht viel verändert: Günther war in einer Blitzpartie unterwegs, sein Gegner hat viel Zeit investiert, die Stellung war wohl ausgeglichen. Wolfgangs Zeitverbrauch war größer als bei seinem Gegner, die Stellung fing an aus taktischen Gründen interessant zu werden, allerdings hatte  Wolfgang kein Zutrauen in die Stellung.

Meine Aussichten an Brett 1 waren auf ein sehr übersichtliches Maß geschrumpft, wobei es für einen eventuellen Mannschaftspunkt nur noch um einen Sieg an den einigermaßen stehenden Brettern 1, 4 und 5 gehen konnte.

Nach ungefähr einer weiteren Viertelstunde machten die beiden Bretter 4 und 5 für mich unerwartet beim aktuellen Spielstand Remis. Mit dem klar verlorenen Endspiel von Karsten war der Kampf damit recht früh verloren.

Nach weniger als drei Stunden Spielzeit musste Karsten aufgeben, und es stand damit 1:4 gegen uns.

In der letzten laufenden Partie an Brett 1 war ein Doppelturmendspiel entstanden, wobei der „früher“ als Schwäche „vorgesehene“ Bauer auf h2 in der Zwischenzeit als Freibauer Gewinnchancen für Weiß erlaubte. Mit aktiven Türmen konnte ich den weißen König etwas  stören.  Weiß hätte aber jederzeit durch Angriff auf meine Doppelbauern (mindestens) eine Zugwiederholung um die Zeitkontrolle herum erzwingen können. Da Weiß diesen Plan trotz des Zwischenstands im Mannschaftskampf aber nicht umsetzen wollte, kamen auf beiden Seiten die Freibauern in Bewegung.  Es zeigte sich dabei die ungünstige Stellung des weißen Königs, wodurch aus taktischen Gründen der schwarze Freibauer ein entscheidendes Tempo gewinnen konnte. Mit knapp werdender Bedenkzeit auf beiden Seiten um den 50. Zug kippte die Partie dann wegen des abgedrängten weißen Königs zum Gewinn für Schwarz, da der schwarze Freibauer auf der e-Linie ungehindert laufen konnte.

Mein Gegner wunderte sich nach der Partie, dass ich in der vorhin beschriebenen Phase um den 40. Zug nicht Remis angeboten hätte, da der Kampf ohnehin verloren für Fehmarn war. Das war natürlich richtig, allerdings hat Weiß selbst nicht das Remis erzwungen, bzw. bei Vermeidung einer Zugwiederholung hätte ich wahrscheinlich nur auf „Verlust“ spielen können.

So gab es spät am Abend nach fast 5 Stunden durch Kampfgeist noch eine Ergebniskorrektur zu einer trotzdem insgesamt verdienten und deutlichen 2:4 Niederlage.

In den verbleibenden drei Spielen in dieser Saison geht es jetzt um eine Verbesserung der Punktausbeute und um ein Antreten mit der Mannschaft mit vollzähligem Spielerkader, der dann hoffentlich auch den nötigen Kampfgeist einbringen kann. Ein gutes Bild in der Tabelle der Bezirksliga B Ost wie in der letzten Saison werden wir in dieser Spielzeit nicht mehr liefern können.

Blitzmeisterschaft 2016 nachgeholt

Um möglichst vielen Schachfreunden die Teilnahme an der jährlichen Blitzmeisterschaft zu ermöglichen, hatten wir den Termin im Dezember auf den 2. Februar 2017 verschoben.

Mit Erfolg, wie die Teilnehmerzahl am heutigen Donnerstag gezeigt hat, denn mit acht Aktiven war das Turnier gut besetzt. Einige Schachfreunde haben sich sogar  trotz heftiger Erkältung ins Spiellokal bemüht.

Spielleiter Wolfgang Schröder hatte mit dem doppelrundig ausgetragenen Turnier (5 Minuten pro Spieler und Partie) keinerlei Mühe und um 20 Uhr wurde sogar halbwegs pünktlich gestartet (merke: Wenn es um 20 Uhr losgehen soll, dann immer 19 Uhr 30 als Beginn in die Ausschreibung schreiben…..)

Zwei Spieler waren am Ende dem restlichen Feld weit enteilt, und das Ergebnis der direkten Begegnung dieser beiden Spieler entschied über die Plätze eins und zwei.

Blitzturnier in vollem Gang

 

Endergebnis:

  1. Jan Haserodt                   13,5 aus 14
  2. Thomas Kohrn                12,5
  3. Peter Höper                       6
  4. Günther Schulz                6
  5. Wolfgang Schröder       5
  6. Zalmay Razmy                  5
  7. Karsten Lafrentz             4
  8. Horst Böhnke                    4

Kreuztabelle mit Einzelergebnissen als PDF

Saison 2016/17 startet Ende September

Der SC Fehmarn will auch in der neuen Saison wieder in der Bezirksliga B Ost an den Start gehen. Von den aktiven Spielern wird eine hohe Spielbereitschaft verlangt, da unser Kader im Vergleich zu der vergangenen Saison noch etwas kleiner geworden ist.

Die erste Spielrunde sollte mit einem Auswärtsspiel am 30. September bei den Lübecker Schachfreunden starten, wir streben aber eine Verlegung der Begegnung auf den  28. Oktober an.

Die Vereinsturniere der Spielzeit 2016/17 beginnen Anfang Oktober. Wir freuen uns über Einsteiger, die am Spielabend mal reinschauen wollen und vielleicht danach Lust darauf haben, an den Vereinsturnieren der neuen Spielzeit teilzunehmen.

Am Donnerstag um 20 Uhr treffen wir uns jeweils zu den Spielabenden hier.

Spannung in Travemünde

In der 6. Runde der Bezirksliga mussten wir am 5. Februar auswärts bei den favorisierten Travemünder Schachfreunden antreten.

Wir konnten eine Mannschaft in guter Besetzung nach Travemünde schicken, und unsere Spieler waren ganz zuversichtlich.

Nach problemloser Anreise war die Mannschaftsaufstellung der Heimmannschaft eine erste kleine Überraschung, da Brett 1 und 2 der Travemünder nicht gegen uns dabei waren.  Die antretende Heimmannschaft war aber immer noch stark genug, da von der im Vorjahr aufgelösten ersten Mannschaft der Travemünder Schachfreunde zwei Spieler an den ersten Brettern gegen uns eingesetzt wurden.

Es ergaben sich folgende Paarungen:

  • Nickel, Ne.          –  Haserodt
  • Steiner                  –  Kohrn
  • Gerstel                  –  Razmy
  • Dr. Fröde              –  Höper
  • Afschar                  –  Lafrentz
  • Karow                    –  Schulz

Die Partien entwickelten sich (wie so häufig bei uns) an den meisten Brettern richtig schlecht und bei einem Blick über die Bretter nach etwa einer Stunde Spielzeit sah es furchtbar aus. Unsere ersten beiden Bretter bildeten eine gewisse Ausnahme, Thomas stand ganz ordentlich, bei reduziertem Material war ihm  völliger Ausgleich gelungen. Am ersten Brett war praktisch überhaupt nicht „los“, in einer geschlossenen Stellung mit indischen Stellungsmotiven drehte sich die Diskussion nur darum, ob Schwarz den thematischen Bauernzug e7-e5 jetzt, später oder besser überhaupt nicht ziehen sollte oder konnte. Beide Partien ergaben aus fehmarnscher Sicht aber keinerlei Zuversicht, wie die „Notlage“ an den anderen Brettern kompensiert werden sollte:

Günther stand an Brett 6 nach Schlagen eines nicht verdaulichen Bauern, wonach sich „schöne“ Fesselungsmotive für den Gegner ergaben, materiell und positionell auf Verlust.

Zalmay stand wahrscheinlich auch auf Verlust, weil seine Stellung eine schlechte Figurenaufstellung, deutlichen Entwicklungsnachteil im fortgeschrittenen Mittelspiel (!) und die „Aussicht“, in einen starken Königsangriff zu geraten, aufwies. Dafür gab es nicht einmal einen materiellen Vorsprung als Hoffnungsträger auf seiner Seite.

Peter stand mit Schwarz sehr passiv, der gegnerische Raumvorteil und die schöne Figurenstellung mit offener f-Linie und aktiven Leichtfiguren waren die Vorboten eines gewaltigen Angriffs auf den recht einsamen schwarzen König. Auch hier gabe es keine Aussicht auf Gegenspiel und die schöne weiße Stellung hat nicht einmal etwas „gekostet“.

Karstens Stellung war auch zum Fürchten, weil seine Rochadestellung ungeschützt war, die gegnerischen Figuren sich zu einem schönen Angriff gruppiert hatten. Gegenspiel war wegen nicht entwickelter Figuren des Damenflügels kaum möglich. Die Stellung an diesem Brett unterschied sich nur darin von den anderen, dass Karsten zwei Mehrbauern als „Kompensation“ hatte. Die gegnerischen Angriffschancen waren aber sicher mindestens diesen materiellen Nachteil wert.

Nach dieser Brettschau hätte jeder ohne großes Risiko auf ein 4:2 oder höher für Travemünde wetten können oder müssen.

Nach etwa 90 Minuten Spielzeit stand es dann 1,5 : 0,5 für Travmünde. Thomas hat ein Remisangebot angenommen, Günther musste aufgeben. An den anderen Brettern hatte sich nach etwa zwei Stunden Spielzeit keine große Veränderung zu einer positiveren Betrachtung aus unserer Sicht ergeben, außer ganz vorsichtig bei Zalmay und Karsten, da konnte man mit viel gutem Willen von einer leichten Befreiung sprechen, da der gegnerische Angriff bisher nicht überzeugend vorgetragen werden konnte. Peter stand immer noch unter großem Druck und der gegnerische Angriff schien ungehindert zu rollen. Am ersten Brett suchten beide Spieler immer noch nach einer günstigen Aufstellung für oder gegen den befreienden Bauernzug, was alles in sehr „freundlicher“ Remisbreite vor sich ging. Also auch an diesem Brett war kein Vorteil zu erwarten.

Am ersten Brett kam es dann auch bald danach zu der vorhersehbaren Punkteteilung, damit stand es 2:1 für die Heimmannschaft mit nach wie vor schlechten Aussichten in den noch laufenden Partien.

Kurz darauf verkombinierte sich Zalmays Gegner in seiner immer noch sehr aussichtsreichen Stellung gründlich. Mit einer Springergabel wollte er unter Schachgebot Material gewinnen. Das konnte Zalmay allerdings durch Schlagen des gedeckten Springers mit seiner Dame verhindern, da die gegnerische Dame ebenfalls hing. Statt Figurengewinn für den Gegner  gab es den Figurengewinn für Zalmay. Damit war die gegnerische Stellung im Eimer, die restlichen positionellen Vorteile kamen gegen den Materialverlust nicht an. Zalmay konnte die restlichen Züge bis zur Aufgabe des Gegners sicher aufs Brett bringen. Durch diesen unerwarteten Sieg stand es 2:2 und trotzdem mussten wir noch lange zittern, wenn wir auf die beiden noch laufenden Partien schauten.

Karsten konnte sich zu diesem Zeitpunkt durch einen weitgehenden Abtausch der aktiven Figuren seiner Gegnerin ziemlich befreien, seinen bisher schlafenden Damenflügel an der Partie teilnehmen lassen und erstmals über seinen immer noch vorhandenen Materialvorteil nachdenken. Die Partie kippte dann schnell durch nicht funktionierende taktische Rettungsversuche von Karstens Gegnerin eindeutig zu seinen Gunsten. Karsten hat die ihm gebotene Chance sicher umgesetzt, so kamen wir zu einem weiteren ganzen Punkt, was mit 3:2 für uns die doch unerwartete Führung bedeutete.

Der Ausgang des Mannschaftskampfes hing also von der letzten Partie bei Peter ab. Nach wie vor war die Stellung von Peter objektiv völlig verloren, aber Peter spielte recht unbeeindruckt weiter. Auch deshalb, weil sein Gegner mehrere klare Gewinnzüge ausgelassen hat. Sollten wir auch in der dritten Partie Glück haben?

Etwa eine Stunde lang herrschte Spannung im Turniersaal, wobei es mehrfach so aussah, als ob Peter durch fehlerhafte Kombinationen, die sein Gegner allerdings leicht hätte widerlegen könne, sich aus der schwierigen Lage würde retten können. Bis zur Zeitkontrolle ging es wild hin und her, nichts für schwache Nerven……

Eine kleine Beruhigung für die Fehmaraner war allerdings die Tatsache, dass es ja schon 3:2 für uns stand, was vor etwa zwei Stunden noch völlig unmöglich schien.

Peter konnte in einem schwierigen Turmendspiel landen, was immer noch besser war, als mattgesetzt zu werden. Der gegnerische a-Bauer als Mehr- und Freibauer blieb bei jeweils zwei Bauern auf dem anderen Flügel übrig. Der gegnerische Turm stand schlecht, musste den a-Bauern von vorne decken, während Peters Turm hinter dem Bauern stand. Ein Motiv mit Remischancen, zum ersten Mal in der Partie….

Sollten wir den Kampf etwa noch gewinnen? Das wäre völlig unverdient, aber bei dem bisherigen Verlauf der Partien nicht unmöglich.

Peter wählte in dem besagten Turmendspiel allerdings eine nicht geeignete Aufstellung, wobei seine Bauern am Königsflügel verloren gingen. Ein letzter taktischer Versuch, der hübsch anzusehen war, ging schief, danach war die nervenaufreibende Partie mit Peters Niederlage beendet.

Nach wackerem Kampf, insbesondere von Peter, aber auch von Karsten und Zalmay, konnten die Fehmaraner mit einem Unentschieden, das sich eher als „Sieg“ anfühlte, zu später Stunde den Heimweg antreten.

Kein Punktspiel gegen Reinfeld

In der Bezirksliga B Ost war am 21. Januar laut Spielplan die fünfte Runde angesetzt. Unsere Gegner haben kurz vor dem Spieltermin die Begegnung abgesagt. Personelle Schwierigkeiten und nach Aussage der Reinfelder Schachfreunde (leider!) auch die große Entfernung von Reinfeld nach Fehmarn verhinderten ein Treffen an den Brettern hier auf Fehmarn.

Mittlerweile ist auch eine Verlegung auf einen späteren Nachholtermin, den der SC Fehmarn den Reinfeldern angeboten hatte, gescheitert.

Deshalb haben wir nun kampflos gewonnen, ein Umstand, der uns nicht besonders glücklich macht.

Leider ist es auch nicht das erste Mal in den letzten Spielzeiten, dass wir als geographisch ungünstig gelegener Teilnehmer an der Bezirksliga B Ost mit dieser Argumentation der weiten Fahrten unserer anreisenden Gegner zu tun haben.

Wir können dabei nur darauf verweisen, dass wir selbst im Falle von Auswärtsspielen genau die gleiche Entfernung zurücklegen müssen,  und wir das seit unserer erneuten Teilnahme an der Bezirksliga B Ost bisher auch  ganz zuverlässig gemacht haben.

Wollen wir hoffen, dass die Bezirksliga B Ost sich nicht als „geographisch überdehnt“ erweisen wird, schließlich sind z. B. 120 km Anreise und Rückfahrt zu später Stunde unter der Woche in einer unteren Spielklasse auch kein Pappenstiel.

Auswärtsspiel in Bad Segeberg

In der letzten Punktspielrunde des Jahres mussten wir am 17. Dezember nach Segeberg reisen. Gegen die Segeberger Schachfreunde gab es bisher noch nie eine Paarung in der Bezirksliga, da die Segeberger erst seit dieser Saison mit der dritten Mannschaft in der Bezirksliga B an den Start gehen.

Die Fehmaraner konnten erstmals in dieser Saison ihre ersten vier Bretter laut Aufstellung an den Start bringen, und wir hatten unseren Topscorer Günther auch mit an Bord. Daher gingen wir wohl leicht favorisiert (auch laut Tabelle) in diese Begegnung.

Die 100 Kilometer Anfahrt waren wegen der fast frühlingshaften Bedingungen kein Problem, so konnten die beiden Fahrer Wolfgang und Jan die Mannschaft pünktlich an den Brettern abliefern.

Unter sehr guten Spielbedingungen in der Jugendakademie ergab sich ein bemerkenswertes Zusammentreffen: Bis auf das „Jugendbrett“ am ersten Brett hatten die Segeberger eine Mannschaft mit einem Durchschnittsalter von sicher deutlich über 85 Jahren am Start!  Selbst unser Senior Günther war plötzlich eine Generation jünger als seine Gegnerin an Brett 5. Ein schönes Beispiel für Aktivität im Alter!

Für mich gab es nach ungefähr 30 Jahren ein Wiedersehen mit Schachfreund Stolten, mit dem ich in den 70er und 80er-Jahren an der Freischachanlage am Strand über die Jahre so manche Partie gespielt hatte.

Unsere „Jungspunde“ hatten dann bei den Partien ganz schön Arbeit, nichts zu sehen von den Vorteilen der Jugend.

Wolfgang hat nach knapp einer Stunde den zweiten Zug vor dem ersten in einer Abtauschserie gemacht, was zu einem empfindlichen Materialnachteil und seiner sofortiger Aufgabe führte. Die Segeberger also in Führung…

In dieser frühen Phase war an den Brettern noch nicht zu erkennen, wo eventuell einige ganze Punkte für uns möglich wären. Günther war als einziger Fehmaraner ganz vorteilhaft unterwegs, auf den Rest hätte man nicht wetten wollen.

Nach 90 Minuten hatte Günther seinen Vorteil sicher zum Ausgleich des Punktestandes verwerten können. Mein Gegner hat eine taktische Wendung übersehen und kämpfte nun schon einige Zeit mit Minusfigur weiter.  Bei Thomas an Brett 2 sah es gegen Jost Stolten schon ziemlich  lange nach einem Remis aus, was dann auch bald besiegelt wurde.  Nach zwei Stunden Spielzeit musste mein Gegner erkennen, dass keine Chancen mehr für ihn bestehen, er gab auf.

Nun führten wir zwar mit 2,5:1,5, aber die beiden restlichen Partien an Brett drei und vier waren eher unklar. Bei Zalmay an Brett 3 war ein Remis sicher leicht möglich, aber seine Züge ab dem Zeitpunkt gefielen mir nicht mehr so gut, als ich den beiden restlichen Partien zuschaute.

Peter konnte gerade jetzt seinen Figuren große Aktivität verschaffen, er konnte die offenen Linien mit seinen Schwerfiguren besetzen und in der Folge auf die zweite Reihe eindringen. Das sah dann auf einmal sehr gut aus, wobei die eine oder andere taktische Klippe noch erkannt und umschifft werden musste.

Nach drei Stunden Spielzeit und fast einer Stunde Kiebitzen erinnerten mich meine Miftahrer Thomas und Günther, die ja auch schon längere Zeit fertig mit ihren Partien waren,  daran, dass wir auch noch gut eine Stunde Fahrzeit zurück nach Fehmarn hätten. Wir machten uns in der Hoffnung auf einen Sieg bei Peter und ein Unentschieden bei Zalmay auf den Heimweg.

Unterwegs haben wir dann Peters Stellung (Piekacz- Höper), die bei unserem Aufbruch auf dem Brett stand, analysiert und uns gefragt, was sein Gegner wohl in dieser Stellung gezogen hat.

Jedenfalls schien kaum eine Rettung für Weiß möglich, aber wer will schon das Ergebnis vorhersagen können?

In der Mannschaftsmeldung auf SVSH konnte man nach der Heimkehr dann recht schnell lesen, dass beide Fehmaraner ihre Partien gewonnen haben. Von Zalmays Partie kann ich nicht berichten, wie das abgelaufen ist. Peters Partie ging nach dem Diagramm so weiter, siehe den 32. Zug in der folgenden Notation:

Die Einzelergebnisse:

  1. Reinke – Haserodt   0:1
  2. Stolten – Kohrn         0,5
  3. Petersen – Razmy    0:1
  4. Piekacz- Höper         0:1
  5. Wiebke – Schulz       0:1
  6. Koske – Schröder    1:0

Günther hat seinen 100% – Score auch im vierten Spiel verteidigt.

Mit einem dann doch deutlichen Sieg haben wir unsere gute Tabellenposition bis ins Jahr 2016 gehalten, wobei wir bisher erst gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte gespielt haben.

Im Januar geht es weiter mit dem Heimspiel gegen Reinfeld.

 

Bis dahin wünscht der SC Fehmarn: Frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2016!

Falls noch kurzfristig Bedarf an weihnachtlichem Schachzubehör bestehen sollte: Wir verabschieden uns mit folgendem Vorschlag:

„Tweemol rüm“

Am 5. November fand unsere Vereinsblitzmeisterschaft in besonderer Umgebung statt: Zalmay hat die Schachfreunde in die Eisdiele „Burg-Eis“ , die von seiner Famile betrieben wird, eingeladen.  So stand vor dem eigentlichen Blitzturnier das leibliche Wohl für die  6 Schachfreunde, die Zalmays Einladung folgen konnten, auf dem „Spielplan“.

Bei  Waffeln, Eisbechern und Flammkuchen wurde fröhlich und ausgiebig gespeist, nach guter alter fehmarnscher Diktion war das Angebot so verführerisch und reichlich, dass jeder Schachfreund von „tweemol rüm“ auch gerne Gebrauch machte.

Stärkung vor dem Blitzturnier
„Vorrunde“ des Blitzturnieres

 

Jan - Eisbecher 1:0
Jan – Eisbecher 1:0

Die klarste Gewinnpartie des Abends gab es in der „Vorrunde“ zu sehen:

Jan – Eisbecher 1:0, das Bild wurde kurz vor der Partie aufgenommen.

Leider hatte mein „Gegner“ überhaupt keine Chance, aber selten hat mir eine Partie so gut gefallen. In der Partie gab es zwar kein „Gabelmotiv“, aber auch mit „Löffel“ war ich unglaublich erfolgreich…..

 

 

 

Auch Peter und Thomas hatten viel Spaß an dem Geschehen in der „Vorrunde“ und waren stets voll auf der Höhe, wie das Bild belegt:

Weiterer Schnappschuss aus der Vorrunde
Weiterer Schnappschuss aus der Vorrunde

Nach der äußerst erfolgreichen Vorrunde folgte dann der „ernste Teil“ des Abends, als Turnierleiter Wolfgang die Laufzettel für das Blitzturnier an die sieben Teilnehmer Zalmay, Karsten, Wolfgang, Thomas, Horst, Peter und Jan verteilte. Also „ungerade“, da der Eisbecher schon in der Vorrunde leider ausgeschieden war, man wird sich erinnern. Auch im Blitzturnier ging es „tweemol rüm“, das heißt, es wurde doppelrundig gespielt, gleich hin und zurück in einer Sitzung.

Blitz_2015_02
Thomas fotografiert, Horst ist abgängig

Der eine oder andere Schachfreund musste sich erst noch an die veränderte Situation gegenüber dem gemütlichen Teil des Abends gewöhnen, aber mit freundlichen Worten, wie „Hopp, da hinsetzen jetzt, anfangen!“ war das leicht zu beheben.

Drei Schachfreunde (Peter, Thomas, Jan) konnten sich im Verlauf des Turniers etwas absetzen, die letzte Runde musste über den Gesamtsieg entscheiden, wo Thomas und Jan (bisher punktgleich mit je einem Verlustpunkt) gegeneinander spielten. Beide Partien konnte ich gewinnen, dabei war die erste Partie mehr als „verdächtig“, aber die Abwicklung ins Leichtfigurenendspiel war schlecht für Thomas und am Ende gab es dann unverdient einen Gewinn wegen Zeitüberschreitung mit 6 Sekunden Restzeit für mich. Die zweite Partie war deutlich für mich, daher blieben dann doch beide Punkte bei mir. Peter hat sich bei seinem ersten Vereinsblitzturnier dadurch noch vor Thomas auf den zweiten Platz schieben können, weil Thomas in der letzten Runde eben punktlos blieb.

Erste Runde Blitzmeisterschaft 2015
Erste Runde Blitzmeisterschaft 2015

Von den zwei „sehr verdächtigen Partien“ habe ich eine glücklich gewonnnen, die andere berechtigt gegen Peter verloren. Zalmay hat sich „schachlich“ als zu guter Gastgeber erwiesen, ich hätte ihn etwas höher in der Tabelle erwartet. Peter hat überzeugt mit seinem zweiten Platz, Thomas hat mir alles abverlangt, mit etwas glücklichem Ausgang für mich.

 

 

Der Endstand Vereinsmeisterschaft Blitz

  1. Jan Haserodt 11 aus 12
  2. Peter Höper 9,5
  3. Thomas Kohrn 9
  4. Karsten Lafrentz 5
  5. Wolfgang Schröder 4
  6. Zalmay Razmy 2
  7. Horst Böhnke 1,5
Thomas Kohrn, Jan Haserodt, Peter Höper (von links)
Die Sieger: Thomas Kohrn, Jan Haserodt, Peter Höper (von links)

 

Nach der Ergebnisverkündung ging es noch eine ganze Zeit mit freien Blitzpartien weiter, dann fand der rundum gelungene Abend sein Ende.

Vielen Dank an Zalmay und seine Famile für die Einladung und die Gastfreundschaft! Wir haben uns alls sehr wohl gefühlt und haben den schönen Abend sehr genossen!